Barbarossa. bewundert, gefürchtet, benutzt

Barbarossa. bewundert, gefürchtet, benutzt

Friedrich Barbarossa, 1152 zum römisch-deutschen König gewählt und vor 860 Jahren in Rom zum Kaiser gekrönt, hatte nahezu vierzig Jahre lang Zeit, um zu tun, was von einem mittelalterlichen Herrscher vor allem erwartet wurde: Recht und Frieden zu wahren und die Kirche zu schützen. Das tat er aus der Sicht seiner Getreuen so gut, dass er von ihnen „bewundert“ und nach seinem Tod im Jahre 1190 auch betrauert wurde. Von seinen Gegnern wurde er „gefürchtet“, so dass sie seinen ruhmlosen Tod auf dem Dritten Kreuzzug als verdiente Strafe bezeichneten.

Weil der Ort seiner Grablege unbekannt war – und auch heute noch ist –, konnte er zum sagenhaften Herrscher werden, der zwar gestorben, aber nicht tot ist, sondern, in einen Berg entrückt, schlafend auf seine Wiederkehr wartet. Die Kyffhäuser-Sage stand am Anfang der fragwürdigen Karriere Barbarossas als deutscher Nationalmythos, bis hin zum Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ für Hitlers Angriffskrieg auf die Sowjetunion 1941.

Studierende des Fachs Geschichte an den Universitäten München und Freiburg beschäftigten sich in zwei Semestern mit der Herrschergestalt Friedrich Barbarossa und präsentierten die Ergebnisse ihrer Studien in Form einer Ausstellung und Begleitschrift in Zusammenarbeit mit dem Göppinger Stadtmuseum.


Barbarossa_PlakatBarbarossa
bewundert, gefürchtet, benutzt

Begleitschrift zur Ausstellung
Mit Beiträgen von Lilly Maier

79 Seiten
ISBN 978-3-933844-62-0

 

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